Das Bildungsprojekt, in dessen Rahmen der Deutsch-Indische Kreis Erlangen e.V. Stipendien für Schülerinnen und Schüler sowie für junge Menschen in der Ausbildung vergibt, läuft bereits seit mehreren Jahren mit großem Erfolg. In einer Gesellschaft wie der indischen, in dem es keine allgemeine staatliche soziale Absicherung gibt, ermöglichen nur ein Schulabschluss und eine Ausbildung ein späteres Leben in Würde.

Ziel der Stipendien-Maßnahme ist es, Kinder, vor allem Waisen und Halbwaisen, die unter den vorherrschenden Bedingungen keine ausreichende Schul- bzw. berufliche Bildung erhalten würden, soweit zu unterstützen, dass sie als Erwachsene unabhängig leben, eine Familie gründen und Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen übernehmen können. Der Deutsch-Indische Kreis arbeitet in diesem Vorhaben mit einem christlichen Waisenhaus in der nordindischen Stadt Bareilly zusammen. Zurzeit befinden sich fünfzehn Kinder und Jugendliche im Schul- bzw. Ausbildungsprojekt für unterschiedliche Berufe.
Das Stipendien- und Betreuungsprojekt wird von DIK-Mitgliedern in Kanada unterhalten, ein Beweis für die weitverzweigten humanitären Aktivitäten des Deutsch-Indischen Kreises/Indo-German Circle.

Die erforderliche finanzielle Hilfe (Schul- bzw. Ausbildungsgebühren und Lernmittel, Schulessen und Schulkleidung) für einen Stipendiaten liegt zwischen € 50,00 und € 100,00 im Monat. Die Kinder und Jugendlichen erhalten damit eine ihren Fähigkeiten und Interessen angemessene schulische Bildung, an die sich eine Berufsausbildung anschließt. Sie werden also bis in ihr Arbeitsleben hinein begleitet und können einer Erwerbstätigkeit nachgehen, die sie zu selbstbewussten und geachteten Mitgliedern ihrer Gesellschaft macht. Die Berufswünsche der Kinder sind dabei natürlich unterschiedlich, aber immer an der Praxis orientiert: Medizinische Berufe sind begehrt, aber ebenso handwerkliche wie Schreiner oder Friseurin. Bei entsprechender Begabung wird auch ein Studium gefördert, wie das Beispiel eines jungen Informatikers zeigt. Er hat inzwischen Frau und Kinder und kann seine Familie ernähren.

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STUDENT CHANDNI GUPTA Juni 2014