Das Krankenhausprojekt des Deutsch-Indischen-Kreises Erlangen e.V. in Bareilly/Nordindien

erlangen hospital st martin
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Das Krankenhaus „Erlangen Hospital St. Martin“ wurde vom Deutsch-Indischen Kreis Erlangen e.V. im Herbst 2006 eröffnet. Es übernimmt in erster Linie die medizinische Versorgung bedürftiger Kinder und armer Frauen mit Kindern, die ohne diese Einrichtung keine Behandlung erhalten könnten.
Das Grundstück wurde von der Diözese Bareilly zur Verfügung gestellt. Auch die Erzdiözese Bamberg sowie das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Erlangen-Höchstadt und die Siemens AG Erlangen, Medical Solutions haben einen erheblichen Beitrag zum Bau und Betrieb des Krankenhauses geleistet. Der Name „Erlangen Hospital St. Martin“ erinnert an die großzügigen Sponsoren aus der Erlanger Region und an den Schutzpatron der Stadt Erlangen, den heiligen Martin.
Das „Erlangen Hospital“ arbeitet sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung der Patienten. Die Kranken werden von einheimischen Allgemeinärzten mit der Hilfe von Pflegerinnen und Pflegern behandelt. Die Krankenschwestern sind Ordensfrauen der Diözese Bareilly. Unabhängig vom jeweiligen Krankheitsbild klärt das medizinische Personal die hilfesuchenden Kinder bzw. ihre Erziehungsberechtigten über Hygiene und gesunde Ernährung auf, wobei selbstverständlich die indischen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Darüber hinaus führt das „Erlangen Hospital“ auch sog. „Gesundheitscamps“ durch, auf denen an einem festgelegten Tag eine große Anzahl Menschen, die an einer bestimmten Krankheit leiden, beraten und behandelt werden.
Gemäß dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ arbeitet das Krankenhaus in der medizinischen Versorgung seit dem Januar 2010 selbständig. Dennoch ist eine weitere finanzielle Förderung erforderlich: Zum einen erwarten die Patienten eine noch intensivere medizinische Betreuung, zum anderen sind zukünftige Erweiterungen, z.B. eine eigene gynäkologische Abteilung, geplant, deren Finanzierung das EHSM nicht alleine tragen kann. Die Gebühr, die von zahlungsfähigen Patienten erhoben und für den Krankenhausbetrieb eingesetzt wird, reicht für diese Projekte nicht aus.
Da es in Indien an der medizinischen Grundversorgung und selbst an Behandlungsmöglichkeiten für so weit verbreitete Krankheiten wie TB, Typhus, Magen-Darm-Erkrankungen und Aids mangelt, ist die Arbeit des Krankenhauses mit der Unterstützung durch den DIK von großer Bedeutung.
Die unabhängige Kontrolle des Krankenhausbetriebes erfolgt vor Ort durch Ehrenamtliche bzw. durch DIK-Mitglieder, die zwei bis drei Mal im Jahr nach Indien reisen. Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Arbeit ist aber auch die Kooperation der örtlichen Partner sowie die moralische Unterstützung durch angesehene Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens.
In Ergänzung zum Krankenhaus unterhält ein weiterer Partner, die Bareilly Initiative Society, eine „dispensary“ im Zentrum der Stadt Bareilly, die von einem Arzt und Pflegepersonal betreut wird. In der Bareilly Initiative Society haben es sich Hindus und Moslems zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit der christlichen Gemeinde ihren bedürftigen kranken Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu helfen. Deshalb wollen wir in dieser Homepage auch ein Dankschreiben der Initiative mit einem Kurzbericht über ihre Aktivitäten widergeben.